Wir vom VSS sind der Meinung, dass jede Stimme zählt und wollen auch Studierende dazu ermutigen, diesen Monat an die Urne zu gehen. Dabei ist uns wichtig, dass die Studierenden der Schweiz wissen, welche Politikerinnen und welche Politiker ihre Anliegen vertreten und wie die künftigen Parlamentarier zu den wichtigsten Bildungsfragen stehen.

Auf unserer Homepage findet ihr jeden Tag Interviews mit Kandidierenden verschiedener Parteien, die uns Rede und Antwort standen und sich zu den politischen Anliegen der Studierenden äussern.

 

Was halten Sie von Klimamassnahmen an Universitäten, wie beispielsweise eingeschränkte Freiheiten beim Fliegen?

Das ist sicher sinnvoll, dass Organisationen von der Grösse von Unis solche Regeln erlassen.

 

Wie soll Ihrer Meinung nach die Politik auf die Forderungen der Klimajugend eingehen?

Naja, in dem sie sie aufnimmt. Ich stehe hinter den Forderungen der Klimabewegung.

 

Wie kann das Rahmenabkommen gerettet werden, um die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich der Bildung zu gewährleisten?

Es braucht zwei Dinge: Eine innenpolitische Einige über den Lohnschutz und Nachverhandlungen mit der EU. Beides ist möglich.

 

Soll die Schweiz das nötige Geld bezahlen um Erasmus+ ab 2021 wieder beizutreten?

Ja.

 

Was halten Sie für eine angemessene Entschädigung für Praktikant*innen?

Ja, da bräuchte es einen gesetzlichen Mindestrahmen.

 

Was kann der Staat für günstigen Wohnraum für Studierende machen? Soll er sich überhaupt einmischen?

Ja, soll er. Mit der Förderungen von öffentlichem und genossenschaftlichen Wohnbau gerade in den Uni-Städten.

 

Sollten Geflüchtete in der Schweiz die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen haben wie Schweizer*innen?

Ja.

 

Sind Sie der Meinung, dass ökonomisch profitable Studiengänge wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik eher vom Staat gefördert werden soll als Musik oder Literaturwissenschaften?

Nein.

 

Wieso studieren weniger Frauen als Männer naturwissenschaftliche Fächer?

Nun ja, weil Rollenbilder und Geschlechterverhältnisse sehr zäh sind. Wir leben in einer nach wie vor strukturell sexistischen Gesellschaft, die Frauen und Männer mit grossem Aufwand bestimmte Rollen zuweist. Dazu gehört, dass die Männer sog. „richtige“ Arbeit und Studien machen, also technische. Und Frauen für die „Care“-Seite zuständig sind, also Pflege, Betreuung etc. Das gilt es zu durchbrechen.